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| Viele Anbieter, die früher lediglich MRP-Systeme oder ERP-Systeme fast ohne jegliche Planungsfunktionen angeboten haben, bezeichnen ihre "neuen" Versionen dieser Systeme nun (oft aus Marketing-politischen Gründen) als Advanced-Planning-Systeme. Es gibt sogar Anbieter, die unter der Bezeichnung APS jetzt Software anbieten, mit denen nur die Simulation von Supply Chains möglich ist. In zahlreichen Fällen werden Lösungen für Optimierungsprobleme angeboten, die selbst in der Theorie noch nicht gelöst sind. So behaupten manche APS-Anbieter, ihre Software habe die Fähigkeit zur "Multi-Level Inventory Optimization". Man könne damit also die "optimale" Verteilung der Sicherheitsbestände über alle Stufen eines Supply-Netzwerks (sogar unternehmensübergreifend) bestimmen. |
Schaut man sich aber den aktuellen Stand der Forschung auf dem Gebiet des mehrstufigen Bestandsmanagements an, dann wird man allerdings feststellen, daß es noch zahlreiche offene Probleme gibt, die die Entwicklung eines generischen, allgemein einsetzbaren Tools zur mehrstufigen Bestandsoptimierung sehr schwierig, wenn nicht unmöglich machen. Es ist also Vorsicht geboten.
Funktionen, die in vielen APS-Systemen angeboten werden:
Die Unterstützung der Losgrößenplanung fehlt weitgehend. Dies liegt vor allem daran, daß die Entscheidungssituationen, in denen Losgrößenplanung relevant wird, so vielfältig sind, daß man Losgrößenmodelle und entsprechende Lösungsverfahren oft unternehmensspezifisch anpassen muß.
Bei den meisten Anbietern von APS-Systemen ist auch nicht klar, mit welchen Optimierungsmethoden und Ansätzen des Operations Research sie die Planung unterstützen. Man kann vermuten, daß oft nur die alten Vorgehenskonzepte unter dem Namen APS verkauft werden.
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Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am
06.07.2010
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